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Erziehung und Schulkultur

Kinder werden bei uns gerne gehört! So findet immer am Ende eines Schulhalbjahres ein Schülersprechtag statt. Hier haben die Kinder die Gelegenheit in einem „Vieraugengespräch“ mit ihrer Lehrerin über eigene Ziele, Stärken und Schwächen, Probleme, Zufriedenheit… zu sprechen. Dieses Gespräch unterliegt der Verschwiegenheit, Inhalte dürfen nur bei einer vorliegenden Gefährdung weitergeleitet werden.

Es ist wichtig, dass Kinder an ihrem Leben beteiligt werden und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört es auch, Ämter und Gremien einzunehmen und die Interessen der Schüler zu vertreten.

Daher legen wir großen Wert darauf, die Kinder mit einzubeziehen und die Ämter mit Inhalt und Leben zu füllen:

  • KlassensprecherIn
  • Klassenrat (einmal wöchentlich)
  • Kinderparlament
  • Pausenhelfer 

Wir möchten jedes Kind in möglichst all seinen Facetten sehen und fördern. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, Zeit für das einzelne Kind zu haben und einen Austausch von allen Beteiligten, die mit dem Kind arbeiten, zu ermöglichen.

Die Jahrgangsteams beider Standorte treffen sich regelmäßig zur Planung, zum Austausch und zur Beratung. Bei Bedarf werden die Sonderpädagogin, die Sozialpädagogin oder weitere Teammitglieder hinzugezogen. Bei nennenswerten besonderen Gegebenheiten, die zu weiteren Maßnahmen führen, wird die Schulleitung informiert und bei Bedarf beratend hinzugezogen. Weitere Professionen werden ebenso nach Bedarf ins Boot geholt. Dies können zum Beispiel Therapeuten, der schulpsychologische Dienst, der ASD oder sonderpädagogische KollegInnen anderer Fachrichtungen sein.

Der Austausch im ganzen Team ist unerlässlich, um gemeinsam Verlässlichkeit und Sicherheit zu erfahren und geben zu können. So gibt es an unserer Schule feste Strukturen zur Kommunikation. Jedes Jahr findet an beiden Gebäuden der Tag der offenen Tür statt, zu dem alle Eltern und Kinder herzlich eingeladen sind. Hier präsentieren die Kinder ihre Schule und es ist Platz für alle Fragen.

Ebenso stellt sich die Schule jedes Jahr den Eltern der Schulneulinge vor der Anmeldung vor und erklärt die Rahmenbedingungen und pädagogischen Ideen der Schule. Zum täglichen Austausch steht das Mitteilungsheft zur Verfügung. Täglich trägt das Kind dort etwas ein. Ebenso besteht hier die Möglichkeit für Schule und Elternhaus, sich kurzfristig auszutauschen. Auf diesem Weg können schnell Beratungsbedarfe von beiden Seiten angemeldet werden oder Besonderheiten organisatorischer oder pädagogischer Natur mitgeteilt werden.

Bei Elterngesprächen stehen sowohl die LehrerInnen wie auch die pädagogischen MitarbeiterInnen zur Verfügung, so dass die Eltern eine Rückmeldung von unterschiedlichen Professionen bekommen. Dies erfolgt automatisch halbjährlich im Rahmen der regelmäßigen Elternsprechtage, aber auch sehr engmaschig direkt bei Bedarf.

Schulordnung

Damit sich alle Kinder an unserer Schule wohl fühlen können, lernen unsere Schülerinnen und Schüler von Beginn ihrer Grundschulzeit an, das Zusammenleben in der Klasse und Schule zu gestalten und sich an Regeln des Zusammenlebens zu halten.

  • Maßnahmen bei Regelverstößen transparent machen

  • „Dienste" für die Gemeinschaft übernehmen

  • Wiedergutmachungspraxis (konkrete Aufgaben stehen im LZ zur Verfügung)

  • Reflexionsgespräche über Verhaltensmuster und Möglichkeiten der Verhaltensänderung zwischen SchülerInnen/Lehrerinnen und ggfs. Sozialpädagogin

  • „Austauschgespräche zwischen Eltern, LehrerInnen und SozialpädagogIn

  • Schulordnung in kindgerechter Fassung

 

Unsere Schulregeln

Wir Kinder der Grundschule Schulstraße wollen gut lernen und uns wohlfühlen:

  1. Ich gehe beim Lernen und Spielen mit anderen fair um.

  2. Wir helfen uns gegenseitig und nehmen aufeinander Rücksicht.

  3. Wir fragen die anderen höflich, bevor wir uns Sachen nehmen.

  4. Wir gehen sorgfältig mit Dingen um, die uns nicht gehören und achten auf Ordnung und Sauberkeit.

  5. Elektronische Geräte, insbesondere Handys, dürfen nur mit Erlaubnis mitgebracht werden und bleiben ausgeschaltet im Schulranzen.

  6. Wir halten uns an Regeln und Absprachen.

Gewaltprävention

Damit sich alle Kinder an unserer Schule wohl fühlen können, lernen unsere SchülerInnen von Beginn ihrer Grundschulzeit an, das Zusammenleben in der Klasse und Schule zu gestalten und sich an Regeln des Zusammenlebens zu halten.

Paten

Die Kinder der dritten Schuljahre übernehmen eine Patenschaft für einen Schulneuling. So lernen die „Großen“, Verantwortung zu übernehmen und die „Kleinen“ haben von Anfang an einen persönlichen Fürsprecher und eine Vertrauensperson, an die sich wenden können. So sollen sie in Pausensituationen angehalten werden bei Bedarf mit ihnen zu spielen oder Streitigkeiten helfen zu lösen. Dadurch wird der Übergang Kindergarten und Grundschule erleichtert und mögliche Ängste der Erstklässler durch die Paten abgebaut oder sogar überwunden.

Ferdi 

Die Kinder durchlaufen in dem ersten Schuljahr ein Verhaltenstraining für Schulanfänger („Ferdi“) im Rahmen des Deutsch- und Sachunterrichtes und lernen so Konflikte gewaltfrei zu lösen. Hier liegt der Schwerpunkt zunächst auf einer Wahrnehmungsschulung, dem Aufbau von sozial-emotionalen Fertigkeiten, bevor die Konfliktfähigkeit durch strukturierte Rollenspiele geübt wird. Der Transfer erfolgt durch die KlassenlehrerInnen immer wieder im Schulalltag bei Streitschlichtungen die gesamten Schuljahre lang.

Die Eltern werden durch Informationen an einem Elternabend sowie durch Elternbriefe während des Verhaltenstrainings in die Arbeit miteinbezogen und sollen den Transfer des erlernten Wissens auch ins häusliche Umfeld leisten.

Faustlos in der OGS

Die ErzieherInnen des Grundschulverbundes nehmen regelmäßig an Faustlos-Schulungen teil und setzen das Programm gezielt im Schulalltag um. Mit dem Programm wird z.B. die Konfliktfähigkeit von Kindern oder der Umgang mit heftigen Gefühlen bei Kindern und Jugendlichen gefördert.

Zitat des Heidelberger Präventionszentrums, das Schulungen durchführt:

" FAUSTLOS festigt so das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen, erweitert deren Verhaltens- und Erlebnisrepertoire, stärkt deren Konfliktfähigkeit und wirkt sich zudem förderlich auf deren verbale Kompetenzen aus..."

Klassenrat

Einmal die Woche findet in allen Klassen eine Stunde der Klassenrat statt, der in der ersten Klasse implementiert und im weiteren Schulverlauf weiter ausgebaut und fortgeführt wird. Der Klassenrat gibt die Möglichkeit Kinder mit ihren Wünschen, Ideen und Belangen an der Gestaltung des Schullebens partizipieren zu können.

Gleichzeitig sollen die Kinder im Klassenrat befähigt werden Probleme und Streit sozialangemessen selbst lösen zu können. Die Durchführung des Klassenrats obliegt zunächst dem Klassenlehrer. Mit zunehmendem Alter (Klasse 4) sollen die SchülerInnen jedoch befähigt werden den Klassenrat selbstständig durchzuführen und zu leiten.

Pausenhelfer/Streitschlichter

Pausenhelfer sind ausgewählte SchülerInnen des 3. und 4. Schuljahres die innerhalb der großen Hofpause zur Verbesserung des Pausenklimas eingesetzt werden. Sie wurden innerhalb einer AG in Streitschlichtung geschult und unterstützen durch die Spielausleihe und das Schaffen von positiven Spielanlässen die Kinder in den Pausen.

Pausenhelfer haben in den Pausen die Funktion als Ansprechpartner bei Anliegen insbesondere jüngerer SchülerInnen und schlichten Streit von kleineren Konflikten zwischen SchülerInnen. Ebenfalls können sie zur Unterstützung der Aufsicht bei Unfällen oder Verletzungen von SchülerInnen hinzugezogen werden.

Sie werden zuvor innerhalb einer AG in Streitschlichtung geschult und in die Rechte und Aufgaben des Pausenhelfers eingewiesen.


 

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