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Erfahrungen mit der Ganztagsklasse

Ganztagsklasse an der Offenen Ganztagsgrundschule Am Elbsee in Hilden

  Erfahrungen in den ersten Schulwochen:

Es ist 7.45 Uhr am Morgen. Geduldig wartet schon eine große Menge von Kindern darauf, dass die Schultüre geöffnet wird. Endlich dreht eine Lehrerin/ ein Lehrer die Ampel um. Zusammen mit vielen anderen Kindern eilen die Kinder der Ganztagsklasse 1b in ihren Klassenraum.

Dort wartet meistens schon ihre Lehrerin bzw. ihr Lehrer. Nach einem kurzen Begrüßungsgespräch bringen die Kinder ihre Schultaschen in die Regale und beginnen zu spielen oder zu arbeiten. Zum Glück haben sie die Legoklötze, mit denen sie gestern gespielt hatten, schnell gefunden. Aber auch das Arbeitsmaterial, das noch fertig gestellt werden muss, ist schnell aus dem Eigentumsfach geholt.

Alles läuft  ruhig und ohne große Störungen ab. Die Kinder sind freundlich und man sieht ihnen an, dass sie gerne in die Schule kommen. Die schulischen Reglungen und Abläufe haben sie sehr schnell verstanden, sie sind ja schließlich fast doppelt so lange hier wie andere Erstklässler.

In den ersten beiden Stunden wird dann richtig gearbeitet. Unterrichtsstunden in Deutsch, Mathematik oder Sport stehen auf dem Programm. Danach ist eine längere Pause mit Spielen, Toben oder Ausruhen angesagt. Nach der Pause ist dann auch das Team komplett. Die pädagogische Fachkraft begleitet zusammen mit einer Lehrerin/ einem Lehrer und Praktikanten/ Praktikantinnen die Lernzeit. In dieser wichtigsten Zeit des Tages wird alleine, mit dem Partner oder in Gruppen am  Wochenplan gearbeitet. Es herrscht eine geschäftige Unruhe. Manche Kinder arbeiten schon an zusätzlichen Aufgaben, andere müssen in bestimmten Bereichen speziell gefördert werden. Wird der individuelle Wochenplan nicht fertig gestellt, kann das in zusätzlichen Arbeitsstunden am Freitag oder am Nachmittag noch bewältigt werden. Jedenfalls muss man sich  nicht mehr zu Hause an diesem Plan beschäftigen.
Nach der Lernzeit ist zuerst einmal eine notwendige Pause angesagt. Meistens geht es danach zum Essen. In der Ganztagsklasse essen nun 24 Kinder gemeinsam mit ihrer Erzieherin/ihrem Erzieher. Damit es bei dieser Menge von Kindern zu einer vernünftigen Situation kommen konnte, mussten viele Regeln erlernt werden. Doch inzwischen haben die meisten Kinder gelernt, dass beim  Essen eine gewisse Grundruhe herrschen sollte, wie man mit Messer und Gabel umgeht, wie viel man sich auf den Teller packt und wie der Tisch abgeräumt wird. Für viele Kinder ganz wichtige Erfahrungen, die sie oft im Familienkreis kaum noch erleben. Nebenbei können mit Freunden oder der Erzieherin/dem Erzieher die letzten Neuigkeiten und Probleme ausgetauscht werden.

Nachdem die Essenszeit beendet ist, geht es endlich in den Freizeitbereich. In den Gruppenräumen der Offenen Ganztagsschule, auf dem Fußballplatz, in der Spielecke der Klasse oder bei den Spielgeräten auf dem Schulhof trifft man sich mit den älteren Kindern und spielt mit ihnen.

Leider muss das Spielen an manchen Tagen unterbrochen werden, weil noch Unterrichtsstunden anliegen. Doch auch das hat sich inzwischen eingespielt und die meisten Kinder freuen sich auf die interessanten Sportstunden oder Projekte und Werkstätten im Sachunterricht.

Für manche Kinder fehlen in den freien Zeiten noch die Rückzugsräume, die auch mal eine Ruhe- oder Schlafphase ermöglichen. Doch auch das soll in der nächsten Zeit noch eingerichtet werden.

Das pädagogische Team ist sich einig, dass die Arbeit mit einer Ganztagsklasse sehr sinnvoll ist. Längere Anwesenheitszeiten in der Schule werden ausgeglichen durch eine bessere Rhythmisierung des Unterrichtstages, besseren Austausch untereinander, direkteren Kontakt zu den Eltern und intensiven Problemlösungen, bei denen die Sicht der Schule und der Erziehungshilfe sich sinnvoll ergänzen.

Bisher ist auch die Zufriedenheit der Elternschaft sehr groß, weil die Kinder in einem gemeinsamen Lebens- und Lernraum groß werden und nach der Schulzeit nicht mehr für die Schule gearbeitet werden muss. Außerdem können Probleme mit den Kindern durch die direkten Kontakte zum pädagogischen Personal schneller besprochen und bewältigt werden. Angenehm ist für sie auch, dass an zwei Nachmittagen die Schule nach dem Mittagessen endet und die Kinder abgeholt werden können, wenn besondere Veranstaltungen oder Arztbesuche anliegen.

Das Projekt „Ganztagsklasse“ hat sich in den letzten fünf Jahren bewährt. Die Anmeldezahlen für den Ganztag machen das auch deutlich.

 

 

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