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Medienkonzept

Vorbemerkungen:

  1. Das vorliegende Medienkonzept bezieht sich nur auf das Medium „Computer in der Grundschule“. Natürlich werden auch andere, neue und alte Medien, an unserer Schule in den Unterricht einbezogen, um unsere Schülerinnen und Schüler zu kompetenten Nutzern der Medienvielfalt zu erziehen.
  2. Den bereits im Jahr 2001 getroffenen Aussagen zum Medienkonzept unserer Schule „Was sollen unsere Kinder am PC lernen?“ (vgl. Tabelle 1) stimmen wir auch nach Einführung des MNS-Netzwerks weiterhin zu. Natürlich ergeben sich durch die Nutzung des Computers weitere, übergeordnete pädagogische Ziele, die wir ebenfalls in einer Übersicht (Tabelle 2) darstellen möchten.
1. Bestandsaufnahme und Medieneinsatz

Der Computer als ein Medium von vielen bietet durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten die Chance, auf unterschiedliche Lerntypen gezielter einzugehen und sie individuell zu unterstützen. Dies tun wir durch den Einsatz gezielt von uns ausgewählter, didaktisch und methodisch geprüfter Lernsoftware sowohl einzeln oder paarweise im Klassenraum als auch gemeinsam mit allen Kindern im PC-Raum.

Der Einsatz des Internets bietet in der Schule eine weitere Möglichkeit, aktives und selbstständiges Lernen zu fördern. Wie auch bei anderen Unterrichtsmethoden bedeutet dies, an Bekanntem anzuknüpfen und eigenständig nach Informationen zu suchen. Der Computer ermöglicht es weiterhin, die gefundenen Antworten auch medial aufzubereiten und eine ansprechende Präsentation der Ergebnisse für die Mitschüler zu erarbeiten. „Solche Lernprozesse fördern nicht nur soziale und kommunikative Fähigkeiten, sondern helfen den Kindern, ihren Platz in einer Welt zu finden, die einem schnellen Wandlungsprozess unterworfen ist.“[1]

Gleichzeitig muss gerade beim Einsatz des Internets im Unterricht neben dem Nutzen auch auf Gefahren, die durch die Nutzung entstehen können, eingegangen werden. Dadurch wird den Kindern ermöglicht, einen eigenen Umgang mit den Medieneinflüssen zu entwickeln und die eigenen Interessen kompetent zu schützen. „Es gilt zu lernen, wie Medien als Werkzeuge bei der Verfolgung eigener Ziele und Interessen zu nutzen sind!“[2]

1.1 Einsatz des Computers in den einzelnen Schuljahren und Fächern

Grundsätzlich bietet sich der Einsatz des PC´s im Klassenraum zur inneren Differenzierung an: Schwache Kinder können zum Üben angeregt werden; starke Schüler arbeiten an attraktiven zusätzlichen Aufgabenstellungen. Bei Gruppenarbeiten kann der PC zur Internet-Recherche oder als „Schreibmaschine“ genutzt werden. Die Kinder arbeiten gern zu zweit am PC, dies wird in der Unterrichtsarbeit unterstützt. Insgesamt hat sich der Computer als Arbeitsmittel im offenen, handlungsorientierten Unterricht bewährt. Dass in der Grundschule weiterhin hauptsächlich über Primärerfahrungen gelernt und gelehrt wird, wird dadurch nicht in Frage gestellt. Vielmehr ist der Computer ein Medium, das die Welt ins Klassenzimmer holt.

Die Idealausstattung der Klassenräume besteht aus zwei PC´s mit einem Drucker. Mehr Geräte engen andere Sozialformen im Unterricht zu sehr ein. Diese Ausstattung ist an der Reichwein-Schule fast erreicht: Zwei PC´s fehlen noch.

Im PC-Raum können entweder einzelne Kinder an ihren Förderschwerpunkten, oder aber die ganze Klasse gemeinsam an einem Thema arbeiten, z.B. eine Internet-Recherche erledigen. Wünschenswert wäre es hier, wenn für je zwei Schüler ein PC-Arbeitsplatz zur Verfügung stünde. Bei Klassengrößen bis zu 30 Kindern wären also 15 Schüler- plus ein Lehrer-PC die Idealausstattung. Momentan ist der gemeinsame PC-Raum der Reichwein- und Kolping-Schule mit 12+1 Plätzen ausgestattet, was aber auch am Platz- und Anschlussproblem liegt. Ebenfalls stehen uns im PC-Raum ein Drucker, ein Scanner und ein Beamer zur Verfügung.

In Tabelle 3 ist dargestellt, in welchen Fächern wir den Computer wie und in welchen Schuljahren (überwiegend) nutzen.

2. Pädadogische Medienkonzepte

Die Nutzung des Computers in der Grundschule ist bereits ab dem 1. Schuljahr durch den Lehrplan Sachunterricht vorgesehen. Unter dem Unterpunkt 3.5 „Zeit und Kultur/Umgang mit Medien und Medienwirkung und Kommunikation“ heißt es: Es sollen „grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit traditionellen und neuen Medien“ erworben werden. Für die Klassen 3 und 4 wird weiter differenziert: Hier sollen „Leistungen der Kommunikations- und Informationsmedien für Lernen, Arbeit und Freizeit“ genutzt, sowie „Medienangebote und Medienkonsum“ untersucht und reflektiert werden.

Für unsere Schule heißt dies, dass wir in den beiden ersten Schuljahren die Lernprogramme des Netzwerkes nutzen und an die Arbeit mit Antolin heranführen. Für die Informationsbeschaffung ist das Internet ein Medium unter anderen. In den weiteren Schuljahren wird die Informationsbeschaffung durch das Internet wichtiger, dabei wird aber auch über die Mediennutzung reflektiert und es werden die Gefahren des Internets den positiven Aspekten gegenübergestellt.

Im Lehrplan des Faches Deutsch finden sich Verweise auf den PC an mehreren Stellen. Hier ist vorgesehen, dass

  • mit Medien gestaltet wird
    Klasse 1/2
    • Texte am Computer gestalten
    Klasse 3/4
    • Texte am Computer schreiben, überarbeiten und gestalten
  • Texte veröffentlicht werden (z.B. auch im Internet)
  • verschiedene Medien genutzt werden sollen
    Klasse 1/2
    • sich zu einem Thema nach eigenem Interesse in Medien orientieren
    • Medien nutzen als Anreiz zum Sprechen, Schreiben und Lesen
    • sich über Medienerfahrungen austauschen
    Klasse 3/4 auch:
    • Medien und Medienbeiträge begründet auswählen
    • Machart von Medienbeiträge erkennen
    • an aktuellen Beispielen erforschen, wie Medien hergestellt und verbreitet werden

Im Fach Kunst wird ebenfalls angeregt, „den Computer als Arbeitsmittel für einfache Layouts“ kennen zu lernen, „z.B. Schriftarten und –größen, Cliparts“. Zudem soll das Internet zur Recherche herangezogen werden, „z.B. Bildarchive, virtuelle Museen, Künstlerbiografien“.

Auch die Anforderungen der Richtlinien dieser beiden Fächer setzen wir bereits um, wie in Tabelle 3 zu sehen ist.



[1] Vgl. Baumgart, Bernd und Vaupel, Wolfgang: „Gewalt in Medien“; Artikel im Amtsblatt des Ministeriumns für Schule und Weiterbildung. 59. Jahrgang, Nr. 6, S. 294

[2] ebd., S. 294

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